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Festgeldzinsen im Sinkflug


Freitag 23.09.2011 - Rubrik: Tagesgeld



Nachdem sich die Zinsen für Tagesgeldkonten und Festgeldkonten in den letzten Monaten nach oben bewegten, ist jetzt im Bereich Festgeld ein Sinkflug der Zinsen zu beobachten. Einige Festgeldanbieter haben Mitte September ihre Zinsen für Festgeldkonten nach unten korrigiert. Es scheint, also ob einige Banken nicht mehr mittel- bis langfristig planen, sondern vermehrt auf flexible und kurzfristige Anlagemöglichkeiten setzen. Während Tagesgeldkonten an der Spitze immer noch zwischen 2,4 bis 2,6% erwirtschaften, fallen die Zinsen für Festgeld. Lediglich für Laufzeiten zwischen 6 und 12 Monaten bleiben die Festgeldzinsen noch stabil. Die Zinsrückgänge fallen zum Teil recht deutlich aus. Wir zeigen ihnen, welche Banken die Zinsen für Festgeld gesenkt haben.


Diese Banken senken ihre Festgeldzinsen

Ein sattes Minus von 10% hat das Festgeld der Targobank zu verbuchen. Für das einjährige Festgeld zahlt die Targobank jetzt nur noch 1,8% statt 2,0% Zinsen. Auch der Topanbieter Bank of Scotland hat seine Festgeldzinsen nach unten korrigiert. Ebenfalls bei einjähriger Laufzeit zahlt die Bank of Scotland für das Festgeldkonto nur noch 2,90% statt 3,0%. Auch die Festgeldkonten beider Anbieter mit vierjähriger Laufzeit mussten eine Zinsschrumpfung hinnehmen. Beide Anbieter zahlen nun 0,3% weniger. Das Festgeldkonto der Targobank wurde vor der Zinsanpassung für vier Jahre mit 3,3% geführt, jetzt sind es nur noch 3,0%. Bei der Bank of Scotland bleibt auch nach der Zinsanpassung immerhin noch etwas mehr übrig, aktuell zahlt die Bank of Scotland für das vierjährige Festgeld immer noch 3,6%. Auch das Festgeldangebot der comdirect Bank muss deutliche Einbußen hinnehmen. Hier sank der Zinssatz für das einjährige Festgeldangebot gleich um 0,55% auf nur noch 1,25% ab. Der Index für einjährige Festgelder sank seit August von 1,85 auf 1,75% Durchschnittsverzinsung, der Index für zweijährige Anlagen ging um zwei Zehntel auf 1,97% zurück und der Index für dreijährige Festgelder verlor gar einen Viertelprozentpunkt auf 2,22 %. Die Zinssätze für mehrjährige Festgeldkonten fangen derzeit nicht einmal die Inflationsrate von 2,4% auf.


Auf Jahre zu planen wird immer schwieriger

Wie es aktuell aussieht, wird es für den Sparer immer schwieriger auf lange Sicht zu planen. Wer sich Zinsen sichern möchte, die der Inflation standhalten, ist mit kurzfristigeren Anlagen besser beraten. Sicherlich muss man sich öfter mit neuen Sparformen auseinander setzen, dafür wird die Mühe aber mit höheren Zinsen belohnt. Wer vorher sein Erspartes für vier Jahre auf dem Festgeldkonto angelegt hat und sich jetzt für eine einjährige Sparform entscheidet, muss sich also in 12 Monaten wieder überlegen wo er sein Geld bestmöglich anlegt. Der Vorteil der kurzfristigen Sparformen liegt auch in der Flexibilität. Verändert sich der Markt, ob positiv oder negativ, der Sparer ist schneller bereit zu handeln. Würden die Zinsen in den kommenden Jahren weiter sinken, dann liegt das Ersparte auf dem mehrjährigen Festgeldkonto fest und der Sparer kann sich umdisponieren. An der Spitze der Festgeldkonten liegen aktuell (Stand 23.09.2011) die Big Bank und die IKB Direkt. Das Festgeldkonto der IKB Direkt erfordert eine Mindesteinlage in Höhe von 5.000,00 Euro. Dafür zahlt die Bank 4,2% Zinsen bei fünfjähriger Laufzeit. Der Zinsaufschlag für 10 Jahre Laufzeit rechnet sich kaum, für diesen Zeitraum zahlt die IKB Direkt nur 4,5%. Das Angebot für das fünfjährige Festgeldkonto wird nur noch vom Bank of Scotland Festgeld übertroffen, die Bank zahlt für 60 Monate 4,25%, zehn Jahre Lauzeit werden gar nicht angeboten.



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