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Viele Girokonten immer noch zu teuer


Montag 12.09.2011 - Rubrik: Girokonto



Eine aktuelle Untersuchung der Stiftung Finanztest hat ergeben, dass viele Girokonten immer noch zu teuer und die wenigsten kostenlosen Girokonten tatsächlich komplett kostenlos sind. Ein Blick ins Kleingedruckte und ein aktueller Girokonto Vergleich kann helfen die Unterschiede und Kosten effektiv zu vergleichen und dabei jährlich einige Euros sparen zu können. Experten raten, ein Online-Girokonto sollte jährlich nicht teuer als 40,00 Euro sein. Wer sein Girokonto lieber bei einer Filialbank führen lassen möchte, sollte maximal das Doppelte einkalkulieren, also nicht mehr als 80,00 Euro jährlich.


Kostenloses Girokonto meist nur mit Bedingungen

"Nichts im Leben ist umsonst", leider trifft diese Aussage auch häufig auf vermeintlich kostenlose Girokonten zu. Viele Girokonten werden nur dann kostenlos geführt, wenn der Kontoinhaber die ausgeschriebenen Bedingungen erfüllt. Sehr häufig erwartet die Kontoführende Bank einen monatlichen Mindestgeldeingang. Dabei werden bei verschiedenen Banken nicht alle monatlichen Bezüge geltend gemacht. Einige Banken erwarten einen monatlichen Geldeingang in Form eines Arbeitsgehaltes und lassen Rentenbezüge nicht gelten. Andere Banken wiederum erkennen auch Rentenbezüge und Ausbildungsgehälter an. Je nach Höhe des monatlichen Geldeinganges ergibt sich die Frage aber von selbst, denn der Geldeingang wird so hoch angesetzt, dass beispielsweise Auszubildende diesen nicht erfüllen können. Aktuell erwartet die Postbank für ihr Postbank Girokonto mindestens 1.000 Euro, dann wird das Girokonto kostenlos geführt. Liegt der Betrag darunter, werden 5,90 Euro Kontoführungsgebühren monatlich berechnet. Das Commerzbank Girokonto wird kostenlos geführt, wenn monatlich mindestens 1.200 Euro in einer Summe eingehen. Dies ist im Übrigen bei nahezu allen Banken so geregelt, die monatlich geforderte Mindestsumme muss als eine Summe eingehen und darf sich nicht aus verschiedenen Bezügen zusammensetzen. Das HypoVereinsbank Girokonto wird kostenlos geführt, wenn der Kontoinhaber monatlich 25,00 Euro in einen Sparplan einzahlt, sonst werden 7,00 Euro Kontoführungsgebühren berechnet.




Alternative Genossenschaftsbanken

Das Modell der Genossenschaftsbanken ist gewöhnungsbedürftig und nicht jedermanns Sache. Statt der Kontoführungsgebühren kauft der Kontoinhaber Genossenschaftsanteile, diese variieren zwischen 25,00 Euro und 52,00 Euro. Das Geld wird dann verzinslich angelegt. Häufig wird dem Kontoinhaber geraten das Geld als Altersvorsorge anzulegen. Nachteil dieses Modells, wird das Konto gekündigt, kann es zu langen Wartezeiten kommen bis die Genossenschaftsanteile wieder ausgezahlt werden. Werden die Anteile kurzfristig benötigt, muss die Wartezeit vorher genau abgesprochen werden.


Kostenloses Girokonto aber gebührenpflichtige Kreditkarte

Eine weitere Alternative sind gebührenpflichtige Kreditkarten. In diesen Fällen wird zwar das Girokonto kostenlos geführt, aber Zusatzleistungen wie eine Kreditkarte werden gebührenpflichtig berechnet. Das Girokonto 1822direkt wird kostenlos angeboten, die Kreditkarte kostet aber jährlich 25,00 Euro Gebühren. Dabei handelt es sich aber lediglich um eine Standard-Kreditkarte ohne zusätzliche Leistungen. Auch das netbank Girokonto wird kostenlos geführt, die Kreditkarte aber kostet jährlich 20,00 Euro. Der Kunde kann alternativ eine Visacard oder Mastercard auch unabhängig von seinem kostenlosen Girokonto bestellen. Diesen Aufwand nimmt aber kaum jemand in Kauf, also wird die Kreditkarte häufig in Kombination mit dem Girokonto gebucht und zwangsläufig auch bezahlt.


Dispozinsen und Fremdabhebungen schlagen zu Buche

Ein Ärgernis, auch bei einem kostenlosen Girokonto, sind weiterhin die überteuerten Dispozinsen und die hohen Kosten für Fremdabhebungen. Während die Privatbanken einheitlich nur noch 1,95 Euro berechnen, sind die Gebühren für Fremdabhebungen anderer Banken nach wie vor sehr teuer. In der Regel werden satte 5,00 Euro berechnet, wenn die EC-Karte oder Visacard nicht einheitlich verschiedene Banken einschließt. Auch der Dispokredit schlägt immer noch ordentlich zu Buche, mit einem durchschnittlichen Zinssatz von etwa 11% ist die Überziehung des Girokontos noch immer sehr teuer. Die Untersuchung der Stiftung Finanztest ergab, dass jede dritte Bank mehr als 12% verlangt.


Empfehlung der Redaktion:

Girokonto Vergleich nutzen und die Angebote genau vergleichen. Wer häufig Bargeld am Automaten abhebt, sollte darauf achten, dass die EC-Karte oder Kreditkarte dementsprechend ausgestattet ist. Das eigene Nutzungsverhalten genau überprüfen und unter Umständen in Stichpunkten notieren. Das kann helfen, das kostenlose Girokonto genau den eigenen Bedürfnissen entsprechend auszuwählen. So entstehen später keine zusätzlichen Kosten, die man im Vorfeld übersehen hat.



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