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Montag 18.07.2011 - Rubrik: Girokonto
Immer häufiger erhöhen Banken und Sparkassen die Zinsen für den Dispositionskredit, es ist davon auszugehen, dass dieses Jahr Überziehungszinsen so teuer werden wie nie zuvor. Auslöser für die steigenden Dispositionszinsen ist die letzte Leitzinserhöhung der EZB (Europäische Zentralbank). Zur Monatsmitte Juli erhöhten unter anderem die Postbank, die Norisbank und Cortal Consors die Zinsen für den Dispositionskredit. Bankenkunden sind gut beraten ihr Girokonto im Haben zu führen oder auf günstigere Kreditangebote auszuweichen. Der so beliebte und viel genutzte Dispokredit lohnt sich kaum noch. Ist man dennoch auf den Dispokredit angewiesen und die eigene Bank zu teuer, sollte ein Girokonto Wechsel in Betracht gezogen werden.
Unnötige Zinserhöhungen für den Dispokredit
Die Leitzinserhöhung muss immer wieder als Begründung herhalten, wenn der Dispozins wieder einmal
erhöht wird. Doch eine Anpassung wäre eigentlich nicht erforderlich gewesen, sieht man sich aber
einmal die Gewinnmargen an, dann erkennt man auch schnell die Gründe der Banken. Der Leitzins liegt
aktuell bei 1,5% und gibt den Zinssatz an, zu dem sich die Banken Geld leihen können. Der durchschnittliche
Zinssatz für den Dispokredit liegt aber bei 11,34%, ein lohnenswertes Geschäft. Banken setzen immer
noch auf die Bequemlichkeit der Kunden und gerade wer seinen Dispokredit aktiv ausnutzt, scheut
oftmals einen Girokonto Wechsel. Diese Bankkunden fürchten um ihren Dispokredit und scheuen daher
nicht selten einen Girokonto Wechsel. Interessanterweise haben bis Mitte Juli diesen Monats vor
allem die Banken ihren Zinssatz erhöht, die ohnehin schon teuer gewesen sind. Banken, die ihren
Kunden bis jetzt einen relativ günstigen Dispokredit anbieten, haben ihren Dispozins noch nicht
erhöht. Der Unterschied zwischen günstigen und teuren Banken wird immer größer. Vorsicht geboten
ist bei der geduldeten Überziehung auf dem Girokonto. Die geduldete Überziehung ist mit einem
durchschnittlichen Zinssatz von 15,72% nicht nur sehr teuer, der Bankkunde kann sich nie sicher
sein, wie lange seine Bank die Überziehung, die über den genehmigten Dispokredit hinausgeht, duldet.
Diese Banken bieten günstige Dispozinsen
Die DAB-Bank hat ihren Dispozins noch nicht geändert und bietet nach wie vor einen relativ
günstigen Zinssatz von 6,95%. Die DKB (Deutsche Kreditbank)
verlangt 7,9%, das ist zwar nicht unbedingt wenig, dennoch gehört die DKB damit immer
noch zu den günstigen Banken. Die DKB punktet nicht nur mit einem günstigen Dispokredit, sondern
auch mit einem kostenlosen Girokonto. Das kostenlose DKB Girokonto wird immer wieder
ausgezeichnet, da es ein bedingungslos kostenloses Girokonto ist. Das kostenlose Girokonto
der DAB ist eingeschränkt kostenlos, da ein Mindestgeldeingang von 1.000,00 Euro
erfordert. Beide Konten werden online geführt und können mit einem Tagesgeldkonto ergänzt werden. Das
ING-DiBa Girokonto liegt
mit 9% Dispozinsen auch noch recht gut im mittleren Feld. Das ING-DiBa Girokonto bietet
zudem eine Besonderheit, denn das Girokonto kann ohne Probleme in ein P-Konto
umgewandelt werden. Dieser Service wird direkt auf der Angebotsseite des Girokontos aufgeführt, eine
der ganz wenigen Banken, die eine Umwandlung des Girokontos in ein P-Konto in ihre Werbung aufnehmen.
Hier sind die Dispozinsen deutlich zu hoch
Die Wüstenrot Bank hat ihren Dispozins zum 1.Juli 2011 angehoben und verlangt nun 12,65%. Damit
liegt die Wüstenrot Bank deutlich über dem bundesweit durchschnittlichen Dispozinssatz. Das
Postbank Girokonto ist sogar noch teurer, aktuell verlangt die Postbank für den Dispokredit
13,47%. Die Norisbank gehört zu den Banken, die ebenfalls ihren Dispozins erhöht haben und verlangt
12%. Damit liegt die Norisbank zwar noch vor den Anbietern Postbank und Wüstenrot Bank, ist aber
immer noch sehr teuer.
Empfehlung der Redaktion:
Berechnet ihre Bank einen Dispozinssatz über 10%, sollten Sie einen Girokonten Wechsel in Betracht
ziehen. Empfehlenswert ist das DKB Girokonto, ohne Wenn und Aber ein kostenloses Girokonto mit einem
akzeptablen Dispozins. Obwohl Verbraucherschützer immer wieder versuchen gegen überhöhte Dispozinsen
vorzugehen, stoßen sie leider auch immer wieder auf taube Ohren. Dem Bankkunden bleibt nur die
Möglichkeit nach einer erneuten Zinserhöhung einen Girokonto Wechsel vorzunehmen und so von einem
günstigeren Zinssatz zu profitieren. Bankkunden, die ihren Dispokredit auf Dauer in Anspruch nehmen,
sollten eine Umschuldung in Betracht ziehen und den Dispokredit mit einem günstigen und überschaubaren
Ratenkredit ablösen. Hier liegen die Zinsen deutlich unter den Zinssätzen für einen Dispokredit,
so lassen sich jährlich einige Euros sparen.
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