Kostenloses Girokonto Übersicht Newsartikel Rubrik Girokonto Experten warnen vor der Kreditkarten Schuldenfalle
Montag 31.01.2011 - Rubrik: Girokonto
Kundenkreditkarten werden immer beliebter und nach Ansicht ihrer Anbieter versprechen sie dem Kunden deutliche Vorteile. Amazon, ebay oder Tchibo, immer häufiger werden Kundenkreditkarten angeboten. Wer zum Beispiel über Amazon den Vertrag über eine Kreditkarte abschließt, erhält seine damit verknüpfte Bestellung um 20 Euro günstiger. Doch diese 20 Euro werden nur einmalig gewährt, welche Kosten für die Kreditkarte danach anfallen, das überprüft kaum ein Verbraucher. Co-Branding-Karten werden diese Kreditkarten genannt, tatsächlicher Herausgeber sind aber nicht Amazon, Lufthansa oder ebay, dieses Recht ist ausschließlich Banken vorbehalten. Damit unterliegen die Co-Branding-Kreditkarten den üblichen Bestimmungen und Kosten einer herkömmlichen Kreditkarte.
Nicht allein auf das Design der Karte achten
Für den Kunden scheint das Angebot verlockend, sind mit der Kreditkarte doch immer ganz nette Boni
verbunden. Bei einigen Anbietern kann der Kunde das Design frei wählen, Lufthansa bietet beispielsweise
sein Miles-and-More Programm an, bei Tchibo gibt es spezielle Angebote. Der Kunde fühlt sich gut
aufgehoben und betreut und meist mit dem Unternehmen eng verbunden. Doch welcher Kreditkarten Anbieter
tatsächlich hinter der Karte steckt, das bringt kaum jemand in Erfahrung. Hinzu kommt, die Unternehmen
versprechen sich einen höheren Umsatz, denn mit der Kreditkarte wird dem Kunden auch ein Kreditrahmen
eingeräumt, er soll also kaufen und sei es auch auf Kredit. Ist der Kunde erst einmal in „Fängen“ des
Unternehmens gelandet und muss dort seinen Kredit abbezahlen, wird er so schnell nicht woanders
hingegen. Die Strategie ist einfach und psychologisch gut durchdacht.
Schuldenfalle Kreditkarte
Doch allzu häufig bedeuten Kreditkarten auch den Weg in die Schuldenfalle. Möglicherweise bleibt es
bei einer Kreditkarte, der Kunde verliert den Überblick und kann am Ende des Monats gar nicht mehr
abschätzen, welche Raten er zu tilgen hat. Früher war es etwas einfacher, war das Konto leer und der
Geldbeutel auch, wusste man genau, dass eben kein Geld mehr ausgegeben werden kann. Heute erfreut sich
der Verbraucher einiger schicker Kreditkarten in seinem Portemonnaie und kann sich seine Wünsche
jederzeit erfüllen, doch am Monatsende kommt das böse Erwachen. Eine teure Schuldenfalle, denn die
Flexibilität lassen sich Banken und Unternehmen mit bis zu 14% Zinsen ordentlich bezahlen. Vor allem
die flexible Rückzahlungsmöglichkeit, bei der nur ein Prozentsatz vereinbart wird, aber keine festen
monatlichen Raten, kommen den Kunden mit hohen Zinsen teuer zu stehen. Häufig kann der Kunde selbst
gar nicht mehr überblicken, wann seine Kreditkarte wieder ausgeglichen ist.
Kreditkartenvergleich lohnt sich
Der Verbraucher sollte sich von tollen Werbeangeboten und flexiblen und großzügigen Zahlungsmöglichkeiten
nicht allein beeindrucken lassen. So lohnt sich die Lufthansa Kreditkarte tatsächlich nur für Vielflieger.
Tankpunkte lohnen sich nur, wenn man tatsächlich für durchschnittlich 50 Euro in der Woche tankt, ansonsten
übersteigen die Gebühren für die Kreditkarte
schon mal schnell den tatsächlichen Nutzen. Nicht jeder benötigt mit Abschluss
seiner Kreditkarte gleich auch eine Reise- oder Unfallversicherung. Auch hier
gilt genau darauf zu achten, ob man diese Versicherungen tatsächlich benötigt. Unter Umständen sind
Kreditkarten, die man direkt über den Kreditkartenanbieter abschließt, deutlich günstiger als die so
genannten Co-Branding-Kreditkarten. Vergleichen lohnt sich, denn unter Umständen kommt auch eine kostenlose
Kreditkarte in Frage, die man zum Beispiel mit einem kostenlosen Girokonto erhält. Ratsam ist es auch
sich auf eine einzige Kreditkarte zu beschränken und so die monatlichen Kosten sehr viel besser im Auge
behalten zu können. Feste monatliche Raten zur Rückzahlung vereinbaren, das wird meist mit günstigeren
Zinsen belohnt.
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