Kostenloses Girokonto Übersicht Newsartikel Rubrik Girokonto Endgültiger Abschied von der TAN Liste
Montag 15.08.2011 - Rubrik: Girokonto
25 Jahre sind sie alt, die Geheimzahlen für das Onlinebanking und nun, nach einem Vierteljahrhundert, müssen sich alle Bankkunden von der gewohnten Papierliste verabschieden. Bis zum Ende des Jahres wollen alle Banken und Sparkassen die klassische Papierliste, TAN Liste genannt, abschaffen und durch sicherere und modernere Systeme ersetzen. Ein bisschen gleicht es einem Wettlauf zwischen Sicherheitsexperten und Hackern, denn trotz aller Sicherheitsmaßnahmen schaffen es Betrüger und Online-Kriminelle immer wieder Sicherheitslücken auszunutzen und fremde Girokonten leer zu räumen. Die Attacken der Betrüger kosten Banken und Sparkassen Millionen, nun soll mit der Abschaffung der TAN Liste eine neue Ära eingeleitet werden, die den Betrügern das Leben schwerer machen soll. Zwei neue Systeme werden endgültig eingeführt, die mobile TAN per SMS, m-Tan, sowie die Chip-Tan per Generator. Im Norden Deutschlands haben viele Banken schon umgestellt, unter anderem auch die Postbank. Im Süden Deutschlands werden aktuell die meisten Bankkunden aufgefordert sich von ihrer TAN Liste zu verabschieden und sich für eines der beiden neuen Systeme zu entscheiden.
Die Kosten zahlt der Kunde
Die Umstellung der Systeme ist sicherlich sinnvoll und notwendig, doch die Kosten trägt der
Kunde. Ob für jede einzelne SMS oder die Anschaffung des TAN Generators, zahlen muss der
Kunde. Verbraucherzentralen kritisieren das Verhalten der Banken scharf. Der Kunde zahlt
für die Sicherheitsstandards der Banken, Banken haften dafür im Gegenzug weniger für Schäden.
Ein ungleicher und ungerechter Tausch kritisieren Verbraucherschützer, die Verantwortung
dürfe nicht in diesem Maße auf den Bankkunden abgewälzt werden. Die m-TAN (mobile TAN)
erfordert in jedem Fall den Besitz eines Handys, wer keines hat, kann die mobile TAN nicht
nutzen. Hinzu kommen die Kosten für jede einzelne SMS, die für jede Überweisung angefordert
werden muss. Diese kostet den Bankkunden zwischen 4 und 9 Cent, variiert nach Anbieter.
Risiken für den Bankkunden
Aber auch die bis jetzt so hoch geschätzte m-TAN birgt Risiken. Wer ein altes Handy besitzt
und sich ausschließlich die TAN per SMS zuschicken lässt, die Überweisungen aber per Onlinebanking
tätigt, ist auf der sicheren Seite. Doch gerade bei den neuen Smartphones droht auch hier
eine neue Sicherheitslücke. Werden die Überweisungen über das Handy per mobiles Internet
getätigt und auch auf diesem Wege die m-TAN angefordert, wird es für Betrüger ein leichtes
Spiel werden die Daten auszulesen. Smartphones gelten als noch relativ unsicher bei der
Datenübertragung und können leicht ausgespäht werden. Die Direktbank Cortal Consors hat das
Problem für sich bereits gelöst, wer seine Überweisungen vom Smartphone aus tätigt, kann die
m-TAN nicht nutzen. Hier muss der Kunde dann den TAN-Generator mit sich führen. Ein bisschen
umständlich, aber sicher. Der TAN-Generator gilt als noch sicherer, hier muss der Bankkunde
je nach ausgewähltem Gerät etwa 15 Euro für die Anschaffung einkalkulieren. Bei der ganz
modernen Variante muss der Nutzer den TAN-Generator vor einen flackernden Barcode an seinem
Bildschirm halten. Sobald die Daten auf den TAN-Generator übertragen wurden, erscheinen die
Daten zur Kontrolle und abschließend die TAN. Wird diese nicht genutzt, verfällt sie. Da der
TAN-Generator nur in Verbindung mit der PIN-Geheimzahl funktioniert und die Daten über den
Barcode übertragen werden und nicht über die Internetleitung, gilt das System bis jetzt
als sehr sicher.
Die Sicherheit bezahlt der Kunde selbst
Bei rund 42 Millionen Online-Konten dürften die neuen Sicherheitsstandards vor allem die Anbieter
der TAN-Generatoren und Mobilfunkkonzerne freuen. Vor allem Vielnutzer des Onlinebankings werden
künftig bei Nutzung der m-TAN kräftig zur Kasse gebeten. Waren vor der Einführung der neuen
Standards die Kontoführungsgebühren kostenlos oder mit wurden mit einer monatlichen Pauschale
verrechnet, müssen Nutzer der m-TAN jetzt für jede einzelne Überweisung zahlen. Nicht nur der
Sicherheit wegen lohnt sich die Anschaffung des TAN-Generators, auch rechnerisch lohnt sich diese
Variante. Mit der einmaligen Anschaffungsgebühr fallen keine weiteren Gebühren an. Ein
kostenloses Girokonto
bleibt also auch kostenlos, im Gegensatz zur Nutzung der m-TAN. Allerdings lohnt
sich ein Girokonto Vergleich, denn nicht alle Banken wälzen die Kosten auf ihre Kunden ab.
Einige Banken und Sparkassen geben den TAN-Generator kostenlos an ihre Kunden aus. Wer sein Konto
noch nicht umgestellt hat, sollte die Zeit bis Ende des Jahres nutzen die Girokonten Angebote
vergleichen. Unter Umständen kann es sich lohnen aufgrund der Einführung der neuen Sicherheitsstandards
das Girokonto zu wechseln und so dauerhaft Kosten sparen zu können, auch mit Einführung der m-TAN
oder des TAN-Generators.
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