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Das Girokonto für Jugendliche


Freitag 24.09.2010 - Rubrik: Girokonto



Den Umgang mit Geld lernen


Zwar überschlagen sich seit Wochen die Debatten über überteuerte Dispozinsen, dennoch hört man seit geraumer Zeit nichts mehr über Girokonten für Jugendliche. Den wenigsten Eltern ist bewusst, dass solche Girokonten für Kinder überhaupt bestehen. Ob die Zinsen in einem solchen Fall ebenfalls überteuert sind und welche Vor- und Nachteile so etwas hat, wurde jetzt vom Nachrichtensender n-tv in Form einer stichprobenartigen Untersuchung ermittelt.


Vielfalt mit gleicher Zielgruppe

Vom Mäusekonto über Girostart bis hin zum GiroFlex sind sämtliche Bezeichnungen auf dem Markt vorhanden - dahinter versteckt sich meist ein mehr oder weniger ähnliches Angebot, das speziell auf die Zielgruppe zwischen sieben und 12 oder zwischen 12 und 18 Jahren liegt. Insbesondere in diesem Alter sollte der Umgang mit Geld von den Eltern überwacht aber unter keinen Umständen kontrolliert werden. Je mehr Freiheiten Jugendliche in diesem Alter haben, desto eher lernen sie zu verstehen, was Sparsamkeit wirklich bedeutet.


Zusätzliche Konditionen - der Weg zur Entscheidung

Entscheidet man sich folglich für ein solches Jugendgirokonto, sollte man auf die Zusätze achten - Kontoführungsgebühren, die Gebühren für das Abheben am Bargeldautomaten oder auch der Betrag für Kontoauszüge sind letztendlich ausschlaggebend ob man die richtige Bank gefunden hat. Im bundesweiten Vergleich hat vor allem die Hamburger Sparkasse sehr gut abgeschnitten, da sie bis zu 4 Prozent Guthabenverzinsung anbieten. Auch die Wüstenrot ist mit ihrem Angebot für 12 bis 18 Jährige bei Eltern beliebt. Nicht nur, dass die Kontoauszüge nichts kosten, sofern die Jugendlichen diese online beziehen oder alle drei Monate via Post zugeschickt bekommen, nein, auch die zusätzliche Prepaidkreditkarte ist keine Selbstverständlichkeit. Der gewünschte, verfügbare Betrag wird vorab aufgeladen und ist im Bedarfsfall von Jugendlichen nutzbar - somit ist zwar kein DIspo verfügbar, aber auch die klassische Schuldenfalle bleibt in jedem Fall aus. Während die Wüstenrot diesen Service gegen einen geringen Aufpreis anbietet, handelt es sich bei dem Girokonto für Jugendliche der Commerzbank um eine kostenfreie Zusatzleistung.




Ja, zum Girokonto und nein, zum Dispokredit

In jedem Fall sollte der Dispokredit - ganz gleich ob für das Girokonto oder die angebotene Kreditkarte - für Minderjährige entfallen. Die Freiheit eigenständig entscheiden zu können, ob und für was Geld abgehoben wird, genügt für diese Altersklasse. Im anderen Fall würde es sich um eine klassische Schuldenfalle handeln, die Eltern nur schwer im Blick haben könnten.

Regionalbanken und überregionale Finanzdienstleister bieten solche Girokonten für Jugendliche; die Handhabung des Taschengeldes wird in diesem Fall sowohl für Eltern als auch für Jugendliche leichter. Auch Pädagogen raten Eltern aus Erziehungssicht zu einer solchen Kontoeröffnung, da die mit der Freiheit verbundenen Verantwortung sich in jedem Fall positiv auf die Entwicklung der Kinder im Umgang mit Geld auswirkt.



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