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Montag 25.10.2010 - Rubrik: Girokonto
Die Kritik an den teils enormen Dispositionszinsen ist nicht neu, neu ist hingegen die Reaktion einiger Banken, denn endlich zeigt der Druck der Verbraucherschützer Wirkung. Für Banken und Sparkassen ist der Dispokredit ein einträgliches Geschäft, jeder sechste Kunde nutzt seinen Dispositionskredit, um damit mehr oder weniger kurzfristig bezahlen zu können. Mehr oder weniger, weil die meisten Bankkunden ihren Dispokredit nicht im nächsten Monat wieder ausgleichen, das Soll auf dem Konto zieht sich über Monate hinweg. Davon profitieren Banken und Sparkassen, der höchste Zinssatz liegt bei knapp 17%. Nicht nur Verbraucherschützer laufen seit einiger Zeit Sturm, auch die Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner hatte die Zinsen als eindeutig zu hoch bezeichnet.
Die Begründung der Banken
Banken und Sparkassen begründen die Höhe der Zinsen mit dem erhöhten Risiko. Der Ratenkredit,
auch Konsumentenkredit genannt, wird standardmäßig mit einer Schufa Auskunft abgesichert. Das
Ausfallrisiko beim Dispositionskredit liegt jedoch deutlich höher, da der Dispokredit weniger
abgesichert sei. Dieses Risiko will man sich mit hohen Zinsen bezahlen lassen. Außerdem sei der
Dispositionskredit nicht für langfristige Finanzierungen gedacht, sondern eigentlich nur zur
kurzfristigen Überbrückung. Dies sehen viele Kunden aber anders, wenn das
Girokonto über Monate
hinweg deutlich überzogen ist.
Diese Banken senken ihren Dispozins
Zu den teuersten Banken gehörten Targobank
(ehemals Citybank) und die Santander Bank. Hier
fielen auch die Zinssenkungen am deutlichsten aus. Die Santander Bank senkt ihren Zinssatz für
den Dispokredit von 16,98% auf maximal 12,98%. Das sind 4 Prozentpunkte. Die Targobank senkte
den höchsten Zinssatz von 16,99% auf 14,70%. Bei der Sparda-Bank Hamburg fiel der Zinssatz von
11,85% auf 10,05%. Die Volksbank Rhein-Wupper mit acht Filialen in Leverkusen und die
Raiffeisenbank Rhein-Berg überraschten ebenfalls mit einer deutlichen Zinssenkung. Von
13% auf 10,9% sinkt der Zinssatz bei der Volksbank, die Raiffeisenbank hat ihren Sollzins
von 11,5% auf 11% reduziert. Weitere Banken wollen ab November nachziehen. Andere Banken
hingegen sehen keinen Anlass ihren Zinssatz zu senken, sie halten ihre Mitarbeiter zu einer
anderen Strategie an. Hat der Kunde seinen Dispokredit mehr als drei bis vier Monate
ausgeschöpft, soll der diesen mit einem Ratenkredit umschulden.
Dispositionskredit mit einem Ratenkredit umschulden
Ist die Bonität ausreichend, wird dem Kunden in der Regel ein Dispositionskredit in der Höhe
von bis zu 3 Monatsgehältern eingeräumt. Beispielrechnung: Verdient der Verbraucher im Schnitt
1.300€ im Monat, erhält er einen Kreditrahmen von bis zu 3.900€. Ist dieser Kreditrahmen voll a
usgeschöpft, müssen für diese 3.900€ jeden Monat zwischen 11% und bis zu 14% Dispozinsen
bezahlt werden. Der Ratenkredit ist im Vergleich deutlich günstiger und bietet zudem weitere
Vorteile. Der Zinssatz für einen Ratenkredit zwischen günstigen 3,45%, bei sehr gute Bonität,
und durchschnittlich 8%. Diese Angaben gelten für Ratenkredit bei guter Bonität. Im Vergleich
liegt der Ratenkredit bis zu 5 Prozentpunkten unter dem Dispositionskredit. Der Ratenkredit
bietet neben den niedrigen Zinsen für den Verbraucher auch eine bessere finanzielle Sicherheit.
Monatlich werden feste Raten zurück bezahlt, das Ende der Laufzeit ist absehbar, die monatliche
finanzielle Planung ist weitaus sicherer. Der Zinssatz ist bis zum Ende der Laufzeit
festgeschrieben, damit verteuert sich der Ratenkredit während der Laufzeit nicht. Der
Ratenkredit kann mit einer Restschuldversicherung zusätzlich abgesichert werden. Die
Restschuldversicherung übernimmt den noch ausstehenden Kreditbetrag im Falle von Krankheit
oder Tod des Kreditnehmers. Tipp: Die Restschuldversicherung beinhaltet nicht immer automatisch
den Fall der Arbeitslosigkeit, dies muss eventuell gesondert vereinbart werden. Die Umwandlung
des Dispokredites in einen Ratenkredit kann sich schon ab einer Kreditsumme von 2.000€ lohnen.
Unser Tipp: Kosten senken mit einem Girokonto Vergleich
Neben dem Vergleich der Dispositionszinsen kann der Verbraucher seine Kosten zusätzlich
mit einem Girokonto Vergleich
senken. Die Dispozinsen sind nicht der einzige Kostenpunkt
bei einem Girokonto. Wer sein Konto möglichst günstig führen möchte, vergleicht verschiedene
Anbieter für ein kostenloses Girokonto. Damit lassen sich die monatlichen Gebühren für ein
Girokonto effektiv senken. Das Girokonto kann den persönlichen Ansprüchen und Bedürfnissen
bestens angepasst werden. Mittlerweile hat man neben den örtlichen Filialbanken eine große
Auswahl guter Direktbanken. Hier sind einige Anbieter für ein kostenloses Girokonto zu finden.
Mit dem Girokonto Vergleich kann man den günstigsten Anbieter schnell und einfach vergleichen
und so auch mit dem Girokonto monatlich bares Geld sparen.
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