Kostenloses Girokonto Girokonto ohne Schufa
Das Girokonto ohne Schufa ist für viele Menschen oftmals der letzte Ausweg überhaupt noch
ein Girokonto eröffnen zu können. Doch leider wird diese Not nicht selten durch unseriöse Anbieter
ausgenutzt. Bei der Eröffnung eines Girokontos prüft die Bank zunächst die Bonität des Kontoinhabers.
Hat dieser aber schon einen Schufa Eintrag und ist hier möglicherweise die Begründung „Kontokündigung“
angegeben, dann lehnen viele Banken ein Girokonto ab.
Doch ohne ein Girokonto lassen sich die grundlegenden Zahlungsvorgänge, wie die Miete, Strom und
Gas oder die Telefonrechnung, kaum bezahlen. Häufig ist ein Girokonto die Voraussetzung für einen
Telefonanschluss, denn hier muss der Kunde in der Regel eine Einzugsermächtigung erteilen. Im Internet
werden zahlreiche schufafreie Girokonten beworben, doch wenn man einmal genau hinschaut, wird man
schnell feststellen, dass es sich bei diesen Angeboten meist um ausländische Banken handelt.
Hohe Transaktionskosten verteuern das Girokonto ohne Schufa
Der größte Nachteil eines Girokontos ohne Schufa sind die hohen Kosten, die aus dem Ausland für
Transaktionen anfallen. Jede Überweisung oder Lastschrift wird mit hohen Gebühren berechnet. Häufig
werden auch Gebühren für die Kontoeröffnung berechnet, die deutlich über den Gebühren für ein
deutsches Girokonto liegen. Erhält der Verbraucher dann vielleicht nur ein kleines Einkommen oder
Sozialleistungen, sind ausländische Girokonten ohne Schufa eine schlechte und teure Alternative.
Das Konto für Jedermann
Um einer sozialen Ausgrenzung vorzubeugen und auch Menschen mit einem negativen Schufa Eintrag einen
bargeldlosen Zahlungsverkehr zu ermöglichen, hat Mitte der 90er Jahre die Zentrale Kreditausschuss (ZKA)
auf Druck des Bundesfinanzministeriums die „Richtlinie Konto für Jedermann“ verfasst und herausgegeben.
Diese Richtlinie sieht eine freiwillige Selbstverpflichtung der Verbände der deutschen Kreditwirtschaft
vor. Diese freiwillige Selbstverpflichtung beinhaltet, dass jedes Kreditinstitut einem Kunden mit
mangelnder Bonität ein Girokonto auf Guthabenbasis zur Verfügung stellt. Die Bank kann unzumutbare
Gründe in Ausnahmefällen geltend machen. Diese Ausnahmefälle sind aber nur gegründet, wenn zum Beispiel
12 Monate kein Guthaben auf das Konto eingeht, wenn der Kunde bei Vertragsabschluss falsche Angaben macht
oder das Konto aufgrund dauerhafter Vollstreckungshandlungen von Gläubigern blockiert ist. Zu diesen
unzumutbaren Gründen zählt aber nicht, dass der Kunde einen negativen Schufaeintrag vorliegen hat. Sollte
die Bank das Girokonto für Jedermann dennoch ablehnen, hat der Kunde die Möglichkeit Beschwerde einzulegen,
zum Beispiel beim Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB).
Das Girokonto auf Guthabenbasis
Grundsätzlich unterscheidet sich das Girokonto auf Guthabenbasis nicht wesentlich von einem „normalen“
Girokonto. Der Kontoinhaber kann seine Zahlungseingänge und Ausgänge ganz normal abwickeln, Onlinebanking
in Anspruch nehmen und erhält in der Regel auch eine EC-Karte, mit der er Bargeld an allen Geldautomaten
abheben kann. Der Unterschied besteht im fehlenden Dispositionskredit, denn dieser wird nicht gewährt. Ist
das Guthaben aufgebraucht, kann der Kontoinhaber erst wieder über Geld verfügen, wenn der nächste Geldeingang
gebucht wurde. Das Girokonto auf Guthabenbasis erlaubt keine Zahlungsvorgänge, wenn das Konto keine Deckung
aufweist. Soll eine Lastschrift abgebucht werden, das Konto weist aber keine Deckung auf, weist die Bank
die Lastschrift zurück. Die dafür entstandenen Kosten hat der Kontoinhaber zu tragen. Leider ist diese
Regelung nicht gesetzlich vorgeschrieben, so dass Banken häufig versuchen ein Guthabenkonto abzulehnen.
Der betroffene Verbraucher sollte sich aber von der ersten Ablehnung nicht entmutigen lassen und weitere
Banken anfragen. Sollte sich kein Erfolg einstellen, kann eine Beschwerde bei der zuständigen Stelle
ebenfalls helfen. Banken lehnen diese Konten häufig ab, da sie an diesen Girokonten nichts verdienen. Der
Aufwand im Vergleich zu den Kosten ist vielen Kreditinstituten zu hoch. Dennoch sollte man nicht auf die
Alternative eines Girokontos im Ausland zurückgreifen, da hier die Kosten unverhältnismäßig hoch sind und
seriöse Angebote nur sehr schwer von unseriösen Angeboten zu unterscheiden sind. Notfalls kann man auch
die Hilfe einer Schuldnerberatung der Stadt in Anspruch nehmen, die Schuldnerberatungen wissen in der
Regel, welche Banken ein Girokonto auf Guthabenbasis zur Verfügung stellen.