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iTan Liste vor dem Aus


Freitag 28.01.2011 - Rubrik: Banken



Das neue Jahr hat zahlreiche Veränderungen im Gepäck, neben ständig steigenden Preisen für Strom und Gas, Änderungen in den Bankautomatengebühren oder Gesetzesänderungen, muss der Bankkunde sich nun an ein neues TAN-Verfahren gewöhnen. Die bisherige iTAN Liste steht vor dem Aus. Die immer stärker zunehmende Internet-Kriminalität zwingt Banken und Sparkassen dazu bessere Sicherheitsstandards einzuführen. Das bedeutet für die bisher gedruckte iTAN Papierliste dieses Jahr das Aus. Zukünftig sollen Online-Überweisungen mittels SMS-TAN und chipTAN ausgeführt werden.


Bankkunden müssen TAN-Generator kaufen

Die Postbank verschickt schon ab dem 18.01.2011 keine Papierlisten mehr, ab Mitte April fällt für Privatkunden der Postbank die iTAN komplett weg. Bis zu diesem Datum müssen Postbank Kunden einen TAN-Generator gekauft haben oder das SMS-TAN Verfahren nutzen. Als Grundlage für die Neuerungen haben Banken und Sparkassen die Verbesserung der Sicherheitssysteme an. Die Zentrale des Kreditausschusses der Banken und Sparkassen gab schon im Jahr 2009 bekannt, dass die iTAN Liste keinen ausreichenden Schutz mehr darstelle. In Zukunft sollen zwei Verfahren, die SMS-TAN und die chipTAN die iTAN Papierliste ablösen.


SMS-TAN (mobileTAN) und chipTAN

Für die Verwendung der SMS-TAN, auch mobileTAN genannt, muss der Bankkunde zuvor eine Handynummer bei seiner Bank hinterlegen. Möchte er nun eine Überweisung tätigen, erhält er die zu verwendende TAN per SMS auf sein Handy gesendet. Zusätzlich zur der TAN erhält der Kunde auch die Überweisungsdaten per SMS und kann so einfacher kontrollieren, ob jemand versucht unrechtmäßig Geld von seinem Konto abzubuchen. Die gesendete TAN kann nur ein einziges Mal verwendet werden, danach verfällt die Gültigkeit. Einige Banken bieten das Verfahren kostenlos an, andere berechnen ein paar Cent für die SMS Gebühren.

Für die Verwendung der chipTAN muss der Kunde einmalig einen TAN-Generator käuflich erwerben. Der TAN-Generator kostet maximal 15 Euro und kann für alle Banken und Sparkassen genutzt werden. Jedes Familienmitglied kann den TAN-Generator nutzen. Der TAN-Generator muss vor ein blinkendes Feld während der Überweisung gehalten werden und erzeugt dann automatisch eine TAN. Angezeigt werden auch die Überweisungsdaten, so dass man diese noch einmal auf ihre Richtigkeit überprüfen kann. Funktioniert dieses Verfahren nicht, kann der Kunde mit seinem TAN-Generator auch manuell eine TAN erzeugen. Dazu muss auf seinem TAN-Generator die Kontonummer und Bankleitzahl der Überweisung eingeben, den Betrag bestätigen und erhält dann seine TAN. Die so erzeugten TANs sind genau wie die TANs per SMS nur ein einziges Mal gültig.


Termine der Banken und Sparkassen unterschiedlich

Eine einheitliche und endgültige Einführung wird es nicht geben, denn Banken und Sparkassen halten es sehr unterschiedlich. Während die Postbank schon einen konkreten Termin bekannt gab, konnten die deutschen Sparkassen noch keinen Termin nennen. In Deutschland werden bis jetzt 1 Million TAN-Generatoren verwendet. Insgesamt soll es in Deutschland rund 42 Millionen Online-Banking-Konten geben. Bis die neuen Verfahren endgültig umgesetzt sind, wird es wohl noch eine Weile dauern. Die Postbank scheint auch Vorreiter unter den deutschen Banken zu sein, denn neben den Sparkassen tun sich auch die Deutsche Bank und die Commerzbank schwer mit der Umstellung. Die Deutsche Bank plant aktuell noch gar keine Abschaffung der iTAN. Die Commerzbank hinkt noch stärker hinterher, während zahlreiche Banken alle drei Verfahren, iTAN, chipTAN und mobileTAN anbieten, setzt die Commerzbank ausschließlich auf die iTAN und bietet andere Möglichkeiten gar nicht erst an.


Kunden können sich selbst schützen

Es ist davon auszugehen, dass die Internet-Kriminalität in den nächsten Jahren noch stärker zunehmen wird. Kunden sollten sich nicht allein auf ihre Bank verlassen, sie können ihren Schutz auch selbst verstärken. Eine Möglichkeit, auf die neuen und modernen TAN-Verfahren setzen. Eventuell einen Bankwechsel in Betracht ziehen. Ist es doch passiert und man ist Opfer eines Pishing-Angriffs geworden, heißt es schnell handeln. Die Bank kontaktieren, das Konto sperren lassen und die Überweisung sofort zurück buchen lassen. Der Kunde hat insgesamt sechs Wochen Zeit betrügerische Überweisungen wieder rückgängig zu machen. Eine regelmäßige Kontrolle der Zahlungseingänge und Ausgänge ist also notwendig. Den Betrugsfall sofort bei der Polizei anzeigen. Passwörter auf dem PC sofort ändern und Bankgeschäfte erst einmal von einem anderen, sicheren PC aus erledigen. Möglicherweise die Schadsoftware aufspüren und mittels Screenshot belegen. Keine Links in Mails anklicken, hier verstecken sich am häufigsten Pishing Attacken. Die Bank wird ihren Kunden niemals nach seinem Passwort fragen und ihn auch nicht per Mail über die Schließung seines Kontos benachrichtigen und ihn dann auffordern umgehend einen Link anzuklicken. Solche Formalitäten werden ausschließlich per Post zwischen Bank und Kunden geregelt. Niemals fahrlässig die PINs aufbewahren oder Passwörter der Bank über den Browser speichern.



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