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Weltspartag 2011 - Kaum Veränderungen gegenüber 2010


Mittwoch 02.11.2011 - Rubrik: Banken



Heute ist Weltspartag, eigentlich wird dieser Tag immer am 30.Oktober "gefeiert", da dieser aber dieses Jahr auf einen Sonntag fiel, wird der Weltspartag 2011 am vergangenen Montag vor allem kleine Sparer in ihre Sparkassen locken, um dort kleine Geschenke abzuholen. Wie jedes Jahr werden pünktlich zu diesem Tag auch gerne neue Statistiken veröffentlicht. Hatte man angesichts der Finanzkrise in Europa erwartet, dass die Deutschen sich zurückhaltender zeigen und ihr Sparverhalten ändern, wird man eines Besseren belehrt. Die Zahlen gegenüber 2010 sind kaum verändert. Trotz Krisenstimmung und milliardenschwerer Schuldenberge sehen die Deutschen keinen Anlass ihr Sparverhalten zu ändern. Experten gehen davon aus, dass auch in Zukunft von einer konstanten Sparquote aus. Laut Untersuchungen des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) lag die Sparquote 2011 bei 11,4%. Damit ist die Sparquote von 2010 nur um 0,2% gesunken, 2010 lag sie bei 11,2%. Der stabile Arbeitsmarkt und die ökonomische Sicherheit in Deutschland tragen dazu bei, dass der Deutsche sein Sparverhalten nicht gravierend verändert hat und auch nicht verändern wird. Allerdings teilt die Postbank die positiven Meinungen nicht ganz. Hier geht man von einer leicht sinkenden Sparquote für 2012 aus und prognostiziert 10,5% für das kommende Jahr. Grund für die Annahme der Postbank ist die steigende Inflation. Bedingt durch die Inflation und den damit verbundenen höheren Lebenshaltungskosten geht man davon aus, dass in Deutschland weniger Kapital zum Sparen übrig bleiben wird.


Rund 195 Milliarden Euro in Sparanlagen

Zulegen konnte in diesem Jahr vor allem der Immobilienmarkt. Hier flossen rund 10 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr. Insgesamt 46 Milliarden Euro der 195 Milliarden Euro wurden in Immobilien und Sachinvestitionen investiert. 153,7 Milliarden Euro flossen in Finanzinvestitionen. Dabei setzt der Deutsche sehr gerne auf Sichtguthaben der Banken. Sparbriefe und Terminanlagen mussten Verluste hinnehmen. Grund sei vor allem das niedrige Zinsniveau. Auch das Geldniveau konnte 2011 trotz europäischer Finanzkrise deutlich zulegen. Das finanzielle Vermögen der Deutschen stieg 2010 um 4,8% auf 4.639 Milliarden Euro. Damit verfügt rein statistisch jeder deutsche Haushalt über 115.400 Euro Geldvermögen. Die durchschnittliche Verschuldung der deutschen Haushalte liegt im Vergleich zum Guthaben bei 38.200 Euro und erreicht damit seit 15 Jahren einen neuen Tiefstand. In Hessen leben die Menschen am sparsamsten, denn hier verfügen sie über die höchsten Spareinlagen im bundesweiten Durchschnitt. Laut Angaben der Postbank verfügt jeder Hesse im Durchschnitt über 33.230 Euro auf Girokonten und Sparkonten, Tagesgeldkonten und Festgeldkonten. Über sehr viel weniger Spareinlagen verfügen die Deutschen in Ostdeutschland, Schlusslicht ist hier Mecklenburg-Vorpommern mit einer Summe 9.603 Euro pro Kopf.


Junge Menschen sparen mehr als die Gruppe der über 60-Jährigen

Obwohl man jungen Menschen gerne nachsagt sie nehmen leichtfertig Kredite auf und sind weniger sparsam, belegt eine Studie des Bundesverbandes deutscher Banken genau das Gegenteil. Im Deutschland sind junge Menschen sparsamer als die Gruppe der über 60-Jährigen. In der Gruppe der 24-29-Jährigen gaben 2/3 der befragten Personen an, jetzt schon Geld für die Altersvorsorge und größere Anschaffungen zu sparen. In der Gruppe der über 60-Jährigen war es nicht einmal jeder Zweite. Für Sparer ist die eigene finanzielle Sicherheit der Hauptgrund zu sparen. Die Höhe der Rendite erreicht erst Platz 3, vor der Höhe der Rendite steht noch der Wunsch der Verfügbarkeit. Interessant ist dabei die Variante zu sparen. Obwohl das klassische Sparbuch kaum verzinst wird spart jeder 2. Deutsche am liebsten auf dem Sparbuch. Aber auch Tagesgeldkonten und Festgeldkonten haben sich in den letzten Jahren deutlich etablieren können. Mittlerweile besitzen rund 49% aller Deutschen ein Tagesgeldkonto und/oder ein Festgeldkonto. Nur rund 30% der Befragten setzen auf Aktien- und Investmentfonds und nur 2 von 5 Befragten besitzen einen Bausparvertrag. Wie es scheint, steht die Sicherheit der Sparanlageform immer noch an der Spitze. Da Tagesgeld- und Festgeldkonten bis zu einer bestimmten Höhe dem Einlagensicherungsfonds unterliegen, fürchtet der Deutsche hier am wenigsten um sein Geld. Hinzu kommt die Verständlichkeit der Sparform. Während man sich für Aktien- und Investmentfonds entweder auf seinen Bankberater verlassen muss oder aber erst eigenes Wissen zulegen muss, sind Tages- und Festgeldkonten leicht zu verstehen und zu bedienen. Außerdem bietet eine Kombination aus beiden Finanzprodukten eine gute Mischung zwischen täglicher Verfügbarkeit und langfristiger Geldanlage.



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