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Weitere Änderungen für Geldautomaten ab 2011


Montag 01.01.2011 - Rubrik: Banken



Mit dem neuen Jahr treten für die Nutzung von Geldautomaten neue Regeln in Kraft. Über eine der Änderungen, die Ausweisung der Geldautomatengebühren, haben wir bereits Anfang Dezember berichtet. Mit dem neuen Jahr sind alle Banken und Sparkassen verpflichtet vor der Auszahlung am Geldautomaten die anfallenden Gebühren kenntlich zu machen. Bis alle Geldautomaten technisch umgestellt sind, so dass der Verbraucher die Gebühren auf dem Display angezeigt bekommt, müssen Aufkleber am Automaten deutlich lesbar angebracht werden. Deutsche Privatbanken konnten sich bereits auf eine einheitliche Gebühr einigen, alle anderen Banken und Sparkassen konnten sich bis jetzt leider nicht auf eine einheitliche Gebührenordnung einigen und so unterscheiden sich die Geldautomatengebühren zum Teil erheblich.


Bundesverbraucherministerin fordert Senkung der Gebühren

Nachdem die Gebühren nun endlich deutlich ausgewiesen werden müssen, fordert Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner einen zweiten Schritt. Die Gebühren müssen deutlich sinken und sie nennt auch direkt ein konkretes Datum für ihre Forderung. Schon länger fordern Verbraucherschützer den überhöhten Gebühren Einhalt zu bieten, Ministerin Aigner sagte ganz konkret, dass mit dem 15.Januar, dem Tag der Einführung der Gebührenausweisung, auch die Gebühren endlich sinken müssten. Teilweise muss der Bankkunde für eine Abhebung an einem fremden Geldautomaten bis zu zehn Euro Gebühren bezahlen, diese Summen stehen in keinem Verhältnis zur erbrachten Leistung. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) nannte konkret eine einheitliche Gebühr in Höhe von zwei Euro. Das Bundeskartellamt hat errechnet, dass Banken und Sparkassen Kosten pro Abhebung von unter einem Euro entstehen. Die Frankfurter Finanzberatung FMH hat einen Durchschnitt von 5,64 Euro pro Abhebung errechnet, eine gewaltige Preisspanne zu den tatsächlichen Kosten.


Mehr Sicherheit am Geldautomaten

Immer häufiger nutzen Kriminelle verschiedene technische Möglichkeiten die Daten der Karten am Geldautomaten auszulesen und so den Verbraucher zu schädigen. Die so genannte „Skimming-Methode“ hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Dabei werden Geldautomaten so manipuliert, dass sie die Karteninformationen und die Geheimzahl des Bankkunden ausgelesen werden und der Betrüger später mit den fremden Daten das Konto leer räumen konnte. Wie das Landeskriminalamt Baden-Württemberg mitteilte, stecke hinter den „Skimming-Attacken“ überwiegend organisierte Kriminalität aus Osteuropa. Die Aufrüstung der Geldautomaten ist zwar nicht ganz günstig, lohnt sich aber, wie ein Beispiel aus eine Sparkasse in Freiburg-Nördlicher Breisgau zeigte. Hier wurde der Geldautomat aufgerüstet, dabei wird die Geschwindigkeit mit der die Karte eingezogen wird, verändert. Bis jetzt werden die Karten gleichmäßig eingezogen, mit der neuen Technik erfolgt der Einzug unregelmäßig, die Schütteltechnik macht das Auslesen der Daten unmöglich. Nach der Maßnahme wurde in der Sparkasse keine einzige Skimming-Attacke registriert, es hat sich also gelohnt. Außerdem wurden Mitarbeiter angehalten die Geldautomaten regelmäßig zu untersuchen.


Girocards erhalten neuen Chip

Mit dem 1.Januar 2011 erhalten rund 93 Millionen Girocards, vormals EC-Karten, einen neuen Chip. Mit dem neuen Chip sollen Girocards deutlich sicherer werden, Betrug und Missbrauch soll verhindert werden. Mit der Einführung des neuen Chips gilt dann in ganz Europa ein einheitliches Sicherheitssystem, das die höchsten Sicherheitsanforderungen erfüllen soll. Zukünftig werden die Daten des Karteninhabers fälschungs- und kopiersicher auf dem Chip gespeichert, ein Zugriff auf den Magnetstreifen erfolgt nicht mehr. Nicht nur die Sicherheit ändert sich, in Zukunft erhält auch fast Kunde mit dem neuen Chip die GeldKarte-Anwendung. Die GeldKarte-Anwendung ist einer elektronischen Geldbörse ähnlich, mit ihr kann man in öffentlichen Verkehrsmitteln Fahrkarten bezahlen oder die Geldkarte am Zigarettenautomaten zum Bezahlen nutzen. Die GeldKarte kann an nahezu allen Geldautomaten aufgeladen werden, bei einigen Banken sogar online.



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