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"Cash-Trapping" - die neue Betrugsmasche an Geldautomaten


Dienstag 20.09.2011 - Rubrik: Banken



Der Betrug an Deutschlands Geldautomaten nimmt zu, kaum ist die eine Masche unterbunden, lassen sich findige Betrüger etwas Neues einfallen. Zuletzt berichteten wir über die "Skimming-Methode", nun hat der Geldautomatenbetrug einen neuen Namen: "Cash-Trapping". Die Methode ist so simpel wie dreist. Nun geht es nicht mehr allein um den Datenklau, beim Cash-Trapping wird sofort um Bargeld betrogen. Wie Cash-Trapping funktioniert und wie man sich am besten schützen kann, stellen wir ihnen im nächsten Abschnitt vor. Zunächst ein paar Zahlen zum EC-Karten Betrug in Deutschland. Allein bei EC-Karten verursachten Betrüger im vergangenen Jahr in Deutschland einen Schaden von schätzungsweise 60 Millionen Euro. Bei der "alten" Betrugsvariante, dem Skimming, wurde der Karteneinschubschacht manipuliert. Über dem originalen Karteneinschubschacht wurde ein manipuliertes Gerät angebracht. Die Manipulation ist so geschickt gemacht, dass der Kunden keinen Unterschied feststellen kann. Schiebt er nun seine EC-Karte in den Geldautomaten, werden die Daten auf der Karte ausgelesen und eine Kopie der EC-Karte hergestellt.


Cash-Trapping, so dreist und doch so simpel

Die neue Betrugsmasche des Cash-Trapping ist so dreist und doch so simpel. Die Geldscheine bleiben schlichtweg am manipulierten Geldschacht kleben. Den Betrügern entstehen Kosten von ein paar Euro, der Arbeitsaufwand ist innerhalb einer Minute erledigt. Über den Geldausgabeschacht wird ganz einfach eine täuschend echte Schiene geklebt. Auf der Rückseite der Schiene befindet sich ein Klebestreifen. Wird nun Bargeld am Geldautomaten abgeholt, bleibt ein Geldschein oder ein Teil der Geldscheine einfach am Klebestreifen hängen. Der Kunde glaubt nun an ein Versehen, geht entweder ganz weg oder geht Hilfe holen. Innerhalb dieser Zeit holen die Betrüger die Schiene einfach wieder ab und stecken das Bargeld ein. Der Verlust ist meist nicht ganz so hoch, die Summen bewegen sich zwischen 20,00 Euro und etwa 200,00 Euro. Für die Betrüger lohnt sich der Betrug dennoch, denn hier macht es die Masse und die geringen Kosten für den Betrug.


So schützen Sie sich vor Cash-Trapping

Mittlerweile konnte die Polizei einige Täter festnehmen, dank der installierten Überwachungskameras. Doch insgesamt liegt die Aufklärungsquote der Betrügereien am Geldautomaten nur bei 20%. Die Polizei rät: Der Geldautomat sollte nicht verlassen werden, denn diese Zeit nutzen die Betrüger, um die Geldscheine abzuholen. Hilfsangebote von fremden Menschen ablehnen. Sie nutzen nicht selten das vermeintliche Hilfsangebot, um das Opfer vom Geldautomaten wegzulocken, in der Zwischenzeit geht der zweite Täter zum Geldautomaten und holt das Geld. Entweder direkt per Handy die Polizei benachrichtigen oder einen vorbei gehenden Bankkunden bitten einen Mitarbeiter zu verständigen. Sollte die Bank schon geschlossen sein, weil man außerhalb der Öffnungszeiten Geld abheben wollte und man hat kein Handy eingesteckt, kann man einen Passanten bitten die Polizei zu benachrichtigen. Außerdem kann man den Geldschacht mit wenigen Handgriffen selbst kontrollieren. Wackelt der Karteneinschubschacht oder lässt dieser sich womöglich abnehmen, ist sofort ein Mitarbeiter der Bank oder die Polizei zu verständigen. Innerhalb der Öffnungszeiten kann auch der Schalter in der Bank zum Geld abheben genutzt werden. Zusatzkosten entstehen dem Kunden keine, wenn er mit seiner EC-Karte den Bankschalter statt des Automaten nutzt. Die Methode ist zwar schon länger bekannt, verbreitet sich aber jetzt erst zunehmend. In Nordrhein-Westfalen, Hessen, Baden-Württemberg und Bremen schlugen die Täter in den vergangenen Wochen bereits zu.



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