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Montag 17.01.2011 - Rubrik: Banken
Genau heute um Mitternacht ist es soweit gewesen, Bankkunden erfahren jetzt vor dem endgültigen Geld abheben an fremden Geldautomaten wie teuer der Vorgang wird. Mit der neuen Regelung soll für den Kunden eine bessere Transparenz geschaffen werden, außerdem sollen die Gebühren für Fremdabhebungen sinken. Doch dies ist leider nicht überall der Fall. Kunden müssen für die Nutzung fremder Geldautomaten zwischen 4 Euro und bis zu 15 Euro Gebühren bezahlen. Auf den Druck des Bundeskartellamtes und der massiven Kritik der Verbraucherschützer hin, wurde zumindest beschlossen die zu zahlende Summe vor der endgültigen Auszahlung am Geldautomaten bekannt zu geben. Während die deutschen Privatbanken schon längst einen einheitlichen Betrag von 1,95 Euro pro Vorgang beschlossen haben, ist bei den anderen Banken und Sparkassen immer noch keine einheitliche Gebühr in Sicht. Das Geschäft mit dem Geldautomaten scheint noch zu viel abzuwerfen, als das man sich zu einer einheitlichen Regelung durchringen könnte. Die tatsächlichen Kosten pro Vorgang am Geldautomaten liegen bei einem Euro, die Gewinnspanne ist also hoch.
Geld abheben von fremden Geldautomaten immer noch teuer genug
Der Kunde bekommt jetzt zwar einen Hinweis angezeigt, entweder auf dem Display des Geldautomaten oder
aber auf einem deutlich sichtbar angebrachten Aufkleber und hat auch die Möglichkeit den Vorgang
abzubrechen, aber deutlich preiswerter ist der Service dennoch nicht geworden. Mittlerweile haben sich
die Preise für die Nutzung eines fremden Geldautomaten bei etwa 5 Euro eingependelt. 5 Euro für einen
Vorgang der gerade einmal zwei Minuten dauert. Bis vor einiger Zeit wurden die Gebühren der anderen
Bank berechnet, nun muss der Kunde selbst in voller Höhe für die Kosten aufkommen. Die Preisunterschiede
treten tatsächlich nicht nur bei fremden Banken auf, sogar bei Geldautomaten ein und dergleichen Bank
traten Preisunterschiede auf, je nach Standort der Filiale. Unter anderem entscheidet der Konkurrent
über die Preise an einem Geldautomaten, befindet sich in unmittelbarer Nähe in Geldautomat mit günstigeren
Gebühren, werden auch die eigenen Gebühren der jeweiligen Bank angepasst. Ist der Kunde aber auf den
Geldautomaten angewiesen, weil sich der nächste Geldautomat sehr viel weiter weg befindet, treibt dies
den Preis ordentlich in die Höhe. Verbraucher- oder kundenfreundlich ist das ganz sicher nicht zu nennen.
Es geht auch völlig kostenlos
Tatsächlich geht es aber auch völlig kostenlos und man kann der Preistreiberei der Banken ein Schnäppchen
schlagen. Vor allem Direktbanken bieten ihren Kunden nicht nur ein kostenloses Girokonto an, der Kunde
erhält mit Abschluss der Kontoeröffnung auch eine Visa- oder Mastercard, mit der er an allen angeschlossenen
Visa- oder Mastercard Geldautomaten weltweit Geld abheben kann. Die dafür anfallenden Gebühren übernimmt
das kontoführende Institut, eine reine Marketingstrategie, von der man als Bankkunde aber profitieren kann.
Für den Kunden heißt es rechnen und vergleichen. Wer seine Visacard oder Mastercard häufig nutzt und dazu
nicht immer den eigenen Geldautomaten aufsucht, sollte mit einem Girokonto Vergleich seine Möglichkeiten
überprüfen. Aber nicht nur die Gebühren für die Nutzung eines Geldautomaten spielen eine Rolle, auch die
allgemeinen Kontoführungsgebühren sollten verglichen werden. Auch in diesem Bereich liegen die Direktbanken
ganz häufig vorn und bieten ihren Kunden ein reines Onlinekonto zum Nulltarif. Auch im Supermarkt kann man
kostenlos Bargeld abheben. Die Discounter Rewe und Penny bieten ihren Kunden den Service, dass sie ab einem
Einkauf von 20 Euro kostenlos bis zu 200 Euro Bargeld an der Kasse mit seiner EC-Karte abholen kann. Das
Bundeskartellamt hat weitere Untersuchungen und Maßnahmen angekündigt, wenn die Gebühren nicht bald deutlich
unter 5 Euro liegen werden. Dem Verbraucher bleibt also die Hoffnung, dass sich die Preisspirale für die
Nutzung fremder Geldautomaten noch ein wenig nach unten dreht.
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