Kostenloses Girokonto Übersicht Newsartikel Rubrik Banken Banken tricksen bei Zinsangeboten
Donnerstag 21.04.2011 - Rubrik: Banken
In den Finanznews und Nachrichten kann man in den letzten Wochen immer wieder nachlesen, dass Tagesgeld- und Festgeldangebote deutlich attraktiver sind als das klassische Sparbuch. Vor allem Tagesgeldangebote haben deutlich an Popularität gewonnen. Häufig werden sie gemeinsam mit einem kostenlosen Girokonto angeboten. Weitere Verlockungen werden dem Bankkunden schmackhaft gemacht, "Traumzinsen", "Zinsboni" und "gute Verzinsungen", so oder so ähnlich lauten die Werbeversprechen der Banken. Doch hinter den vermeintlich rentablen Angeboten steckt nicht selten viel Trickserei seitens der Banken. Wer genau hinschaut, wird entdecken, dass die traumhaften Zinskonditionen allzu häufig an Bedingungen gekoppelt sind.
Traum-Angebote mit Haken
Kunden werden mit schlecht getarnten Tricks geködert. Die Realität der tollen Angebote für
Tagesgeld- und Festgeldkonten sieht oft gar nicht mehr traumhaft aus wie im Werbeangebot dargestellt.
Eines dieser schlechten Angebote wird zum Beispiel von der Postbank angeboten. Die Bank wirbt
selbst mit "bis zu 100% Zinsbonus". Vor allem Kleinanleger sollen mit diesem Angebot geworben
werden. Tatsache ist jedoch, dass der Grundzins anfangs bei 0,25% liegt und der Sparer sage und
schreibe 25 Jahre lang sparen muss, um in den Genuss der 100% Verzinsung zu kommen. Erst im
zehnten Sparjahr steigt die Rendite auf 1,95%. Die Postbank steht mit ihrem vermeintlich tollen
Angebot, welches gar keines ist, nicht alleine dar. Wie Finanztest herausfand, wenden auch die
Norisbank, die Wüstenrotbank und die PSD-Banken diese Tricks an. In der Hoffnung, dass der
Bankkunde nicht genau nachrechnet und sich erst einmal auf das tolle Zinsangebot einlässt.
Die Werbetricks der Banken
Banken sind einfallsreich, wenn es um Zinsversprechen geht. Viele Tagesgeld- und Festgeldangebote
mit einem attraktiven Zinssatz wenden sich lediglich an Neukunden. Schon bestehende Tagesgeldkonten
und Festgeldkonten profitieren nicht von dem Angebot. Aber auch Neukunden können sich vielfach nicht
dauerhaft über die hohen Zinsen freuen, denn diese werden zeitlich eingegrenzt. Ein durchschnittlicher
Zeitraum, in dem der anfängliche Zinssatz gewährt wird, liegt bei einem halben Jahr. Dann werden die
Zinsen wieder auf das durchschnittliche Marktniveau gesenkt. Der Trick ist einfach, Banken spekulieren
häufig darauf, dass der Kunde sich den Termin nicht merkt und so den Stichtag verpasst und sein Konto
nicht wieder kündigt. Und tatsächlich geht diese Rechnung auch meist auf, denn Bankkunden achten gar
nicht so sehr auf die zeitliche Begrenzung und lassen das Konto einfach weiter laufen. Ein weiterer
typischer Haken, die Zinsen werden nur auf einen relativ geringen Sparbetrag gewährt. Viele Banken
begrenzen den hohen Zinssatz auf ein Sparvolumen von 5.000 Euro. Sparbeträge, die darüber liegen,
werden dann wieder mit einem niedrigeren Zinssatz verzinst. Der Kunde legt also mehr Geld an und
erhält dafür schlechtere Zinsen. Nicht alle Tagesgeldkonten sind bei gutem Zinssatz auch kostenlos.
Bietet die Bank einen guten Zinssatz, berechnet aber im Gegenzug Gebühren für die Kontoführung, sollte
der Bankkunde gegenrechnen, inwieweit sich das Angebot lohnt. Sonst lieber ein kostenloses
Tagesgeldkonto wählen und dafür etwas niedrigere Zinsen in Kauf nehmen. Einige Angebote sind auf
reine Onlinekonten beschränkt, der angebotene Zinssatz gilt nicht mehr, wenn der Bankkunde ein
Filialkonto eröffnen möchte. Hier muss
natürlich Jeder selbst abwägen, ob die Online Kontoführung ausreicht oder ob man lieber eine persönliche
Beratung wünscht.
Fazit:
Fazit: Es ist nicht alles Gold was glänzt und als Verbraucher sollte man sich nicht von Lockangeboten
täuschen lassen. Ob kostenloses Girokonto, attraktives Tagesgeldkonto oder Festgeld, in jedem Fall
lohnt es sich die Angebote genau miteinander zu vergleichen und abzuwägen, welche Leistungen wichtig
sind und auf welche man zugunsten eines guten Zinssatzes verzichten kann.
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